Meine Dalmatinerzucht

Jeder Wurf ist ein neues Abenteuer, gepaart mit viel Freude, manchmal auch Sorgen und viel Verantwortung sowohl den Hunden gegenüber, aber auch dir als neuer Bezugsperson und Familie.

Du wirst bei fast allen Züchtern lesen, dass die oberste Priorität die Zucht von gesunden, wesensfesten, typvollen, dem Standard entsprechenden, lieben Familienhunden sei. Davon nehme ich mich gar nicht aus. Aber was bedeutet das für meine Zucht konkret, wie versuche ich es umzusetzen, damit es nicht nur bei schönen Worten bleibt, und warum solltest du gerade mich unterstützen?

Mein Zwingername

Mein Zwingername

Individuell sollte es werden, wohlklingend ins Ohr gehen und im Gedächtnis bleiben, vor allem persönlich sein, aber auch international, schließlich hört die Zucht für mich nicht an der Sprachgrenze auf.

Beim Studieren der Ahnentafeln wurde ich immer wieder auf einen populären Rüden Anfang der 80er Jahre aufmerksam. Fireman’s Freckled Friend. Das stach ins Auge, blieb hängen und als ich nach einem passenden Namen für meinen Instagram-Account suchte, war es die beste Option, die mir einfiel. Englisch ist die Weltsprache. Meine Mädels haben Flecken, ich freche Sommersprossen. Und Freunde sind die Familie, die wir uns selbst wählen können.

Zu meinem Glück war der Name auch Jahre später noch nicht bei der FCI vergeben worden und so erhielt ich den internationalen Zwingerschutz auf meinen absoluten Wunschnamen: Freckled Friends.

Freckled-Friends Logo (Hintergrund)

Mein Logo

Mein Logo

Heutzutage braucht man ja als Wiedererkennungswert für alles ein Logo. Aber puh, was stellte ich mir vor? So vieles sollte es verbinden, aber nicht zu überladen wirken, edel anmuten, mich und meine Vorstellungen repräsentieren und zugleich hatte ich doch keine Ideen. Nach vielem Basteln und Probieren wurde es das Logo, was du heute hier siehst. Meine ruhige Alva als großes Standbild, Dixi in dynamischer Sprungpose und Klein-Else im Laufschritt bereit, Mama Alva frech ins Sprunggelenk zu zwicken. Für Freckled Friends brauchte es mehr als nur einen ikonischen Hundekopf im Logo. Freunde sind Mehrzahl.

Es soll ebenso symbolisieren, dass ich in allen Altersphasen jederzeit für meine Hunde da bin; angefangen vom entzückenden Komm-wir-entdecken-die-Welt-Welpe, über den Bunte-Knete-im-Kopf-Jungspund, dem adulten So-soll-es-bitte-ewig-bleiben-Hund bis zum gesetzen Wo-sind-nur-die-Jahre-hin-Senior.

Das Logo sollte auch den Aspekt des fürsorglichen Züchtens repräsentieren. So befindet sich unter Alvas Bauch eine Silhouette von mir mit meiner trächtigen Alva, die ihre Pfote vertrauensvoll in meine schützende Hand legt.

Noch den Zwingernamen drunter und den Vermerk, dass es sich um eine offizielle Zucht handelt, schwupps, Logo fertig (wenn’s so einfach gewesen wäre).

Meine Zuchtstätte

Meine Zuchtstätte

Unsere Welpen werden bei uns im Haus in sicherer und entspannter Umgebung geboren und verbringen dort mit viel Fürsorge ihre ersten Lebenswochen.
Sobald sie mobiler werden und ihren Aktionsradius über die Wurfbox hinaus erweitern, erobern sie unsere große Welpenstube mit direktem Zugang zum Auslauf. Dort lernen sie neben der Kommunikation durch unsere Mädels und anderen verhaltenssicheren Hunde auch alle alltagsüblichen Geräusche und Umgebungslaute kennen, haben Familienanschluss, wachsen mit unserem kleinen Sohn zusammen auf und dürfen ab der vierten Woche reichlich Besuch empfangen und Finger knabbern, wodurch sie mit unterschiedlichsten Menschen, Stimmen, Gerüchen, Aussehen und Verhalten vertraut werden.

Ich bin meinen Großeltern sehr dankbar, dass sie mir die Räumlichkeiten überlassen und für den großen Welpenauslauf sogar ihre Hühnerhaltung aufgegeben haben. Im Sommer 2021 haben wir mit viel Hingabe das gesamte Areal zum Wohle der Mutterhündin und Vorteil der Welpen umgebaut, modernisiert und nach meinen persönlichen Wünschen gestaltet, die aus den Erfahrungen des Verhaltens meiner eigenen Hunde bei deren früher Erziehung sowie den Beobachtungen während der Aufzucht der beiden Würfe meiner Alva auf dem Bahrener Hof entstanden sind.

Insgesamt erkundet der Wurf 22 qm Innenfläche und gute 100 qm Außenfläche. Dazwischen befindet sich ein überdachtes, nochmals separat abschließbares Durchgangsabteil, von dem ich mir erhoffe, dass die Welpen dort nachts und vor allem an Regentagen ihr Geschäft erledigen und so ihre natürliche Stubenreinheit festigen können.

Innen wie außen gibt es neben ausreichend erhöhten Rückzugsmöglichkeiten für die Mutterhündin zahlreiche Spielgelegenheiten und kleine Herausforderungen für die Welpen, die zu Gleichgewichtsübungen einladen sowie ihre Motorik und das Selbstbewusstsein fördern. So haben wir einen kleinen Barfußpfad geschaffen, auf dem sich die Fleckenzwerge bereits mit verschiedensten Untergründen vertraut machen können (z.B. Sand, Planen, Rasen, Holz, Steine, Fliesen, Teppich). Ein Wackelbrett, Bällebad, Tunnel, Wippe, Treppe, Hängebrücke, Strukturmatten, Wasserbecken, Klapperdosen, Flatterband, Windspiele und vieles Weitere bereichern unseren Aufzuchtraum sowie den Auslauf und setzen optische und akustische Reize, die der späteren Alltagskompetenz der Welpen zugutekommen. Auch die Hundebox lernen sie als ruhigen Wohlfühlplatz kennen, unternehmen kleine Ausflüge und erste Autofahrten.

Meine Zuchtphilosophie

Meine Zuchtphilosophie

In aller Kürze: Meine Priorität als Züchter? Gesundheit! Gepaart mit einem freundlichen Charakter und hoher Lebensqualität. Ich möchte Hunde züchten, die ihre Menschen lange begleiten und ihnen Freude schenken. Dabei steht das Wohl von Mutterhündin und Welpen für mich im Mittelpunkt.
Mein Hauptantrieb ist mein Seelenhund Alva und der damit verbundene Wunsch, Zeit meines Lebens immer einen Teil von ihr und ihren geschätzten Qualitäten an meiner Seite zu haben. Somit plane ich jeden Wurf, als würde ich mir selbst daraus einen Welpen behalten.

Ich habe mein Herz an den Dalmatiner verloren und möchte keine weitere Rasse züchten.
Mein Zuchtverein ist die Dalmatiner Zucht Gemeinschaft Deutschland (DZGD). Ich halte mich an die Richtlinien des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) und der Fédération Cynologique Internationale (FCI) mit allen damit verbundenen Auflagen.

Zucht ist die Gesunderhaltung und Verbesserung der Rasse, deshalb befürworte ich das für den Dalmatiner so wertvolle Backcross-Projekt und unterstütze voller Überzeugung die Wiedereinkreuzung des gesunden Gens, welches das rassetypisch erhöhte Risiko für die Bildung von Harngries reduziert und den Dalmatiner so noch gesünder hält. Alle unter meinem Namen fallenden Würfe werden LUA-Anpaarungen sein.
Zuchtentscheidungen sind allerdings komplex und erfordern eine gewisse Flexibilität. Ich habe klare Ziele und hohe Ansprüche an meine eigenen Verpaarungen, das Tragen dieses wertvollen Gens ist für mich nur eines von vielen Kriterien, unter denen ich für mich verantworten kann, Würfe zu planen und Welpen aufzuziehen.

Zu züchten bedeutet für mich, nur bedachte Verpaarungen zuzulassen, die ich guten Gewissens verantworten kann und bei denen ich genau weiß, warum gerade diese beiden Elterntiere vererben sollen. Dabei ist mir wichtig, nicht nur auf spezifische Attribute zu selektieren, sondern den gesamten Hund zu sehen. Dies bindet einen sicheren Charakter und eine einwandfreie Gesundheit mit ein.

Ein Wurf ist immer wieder ein Wunder und es ist keine Selbstverständlichkeit, dass alles reibungslos verläuft. Ich setze meine Hündinnen deshalb nur diesem Risiko aus, wenn ich davon überzeugt bin, sie befinden sich im besten gesundheitlichen Zustand, verfügen über ein psychisches wie physisches Gleichgewicht und sind einer Trächtigkeit, den Strapazen der Geburt und den Aufgaben der Mutterrolle gewachsen. Zur Abklärung lasse ich bei meinen Hunden mehr tierärztliche Untersuchungen und DNA Analysen durchführen als regulär für den Zuchteinsatz notwendig sind.
Jede Hündin hat zudem ihre Eigenheiten und Qualitäten. Mir ist es daher ein wichtiges Anliegen, meine Mädels in jeder Phase dieses Abenteuers bestmöglich zu unterstützen, sie in ihren Stärken aber auch gewähren zu lassen. Nichts ist für die Aufzucht und frühe Sozialisierung der Welpen förderlicher als eine instinktsichere Mutterhündin zu haben. Ein gutes Pflegeverhalten wirkt sich positiv auf die Prägung der Kleinen aus und überträgt sich oft auch auf ihre Nachzucht. Deshalb lege ich Wert auf eine stabile Mutterlinie.

Ein Hauptschwerpunkt in meiner Zucht ist die genetische Diversität, um das Risiko rezessiver Erbkrankheiten zu minimieren. Ich denke bewusst in Generationen und plane zukunftsorientiert. Wurfwiederholungen oder oft eingesetzte Rüden wirst du bei mir nicht finden. Solche Kombinationen sind zwar bewährt, haben für mich aber einen geringen Zuchtwert und zu wenig Perspektive.
Für meine Würfe wähle ich lieber nicht ganz so namenhafte Rüden, gerne auch aus dem europäischen Ausland oder importiere Sperma aus Übersee, um eine genetische Vielfalt in mein Zuchtprogramm einzubinden und weil ich den substanzvollen Knochenbau und das solide Temperament anderer internationaler Linien schätze. Hierbei ist für mich eine umfangreiche Recherche sowie der rege und offene Austausch mit anderen Züchtern im In- und Ausland unabdingbar.

Eine Garantie für einen gelungenen Wurf gibt es leider trotz sorgfältigster Selektion nie. Es bleibt immer ein Stück weit Natur und ich kann nur hoffen, dass sie es gut mit uns meint und sich die positiven Eigenschaften beider Elterntiere und deren Ahnen in den Welpen wie erhofft wiederfinden lassen, sodass sie sich bestmöglich entwickeln.
Meinen “Erfolg” messe ich dabei nicht an Schleifen und Platzierungen im Showring, sondern in glücklichen Welpen und deren Lebensqualität.

Grundsätzlich strebe ich maximal einen Wurf pro Jahr an, hauptsächlich in den Frühjahrs- und Sommermonaten, da sich die warmen Temperaturen erfahrungsgemäß förderlich auf die Stubenreinheit der Welpen auswirken. Ich möchte intensiv Zeit mit der Aufzucht und Prägung meiner Welpen verbringen sowie besonders in der Übergangsphase für meine Welpenkäufer da sein, statt mich bereits mit den nächsten Interessenten beschäftigen zu müssen.
Eine Zuchtreife nehme ich bei einer Hündin ab etwa drei Jahren an und sie wird bei mir bei entsprechender Entwicklung und Mutterverhalten im Laufe ihres Lebens zwei Würfe bringen.

Eine Herzensangelegenheit ist mir die achtsame Frühförderung meiner Welpen, um einen optimalen Start und somit beste Voraussetzungen für ein glückliches Hundeleben und zufriedene Hundehalter zu schaffen. Deshalb fordere und fördere ich meine Welpen je nach Entwicklungsphase und individuellem Bedürfnis. Mein Ziel ist es, durch eine gute Basissozialisierung und -habituation für mentale Flexibilität zu sorgen und den Schwerpunkt auf Familien- und Alltagstauglichkeit zu setzen.

Nach Vollendung der achten Lebenswoche verlassen die Welpen die Kinderstube:

• mehrfach entwurmt• nach StIKo Vet Empfehlung geimpft
• mit EU-Transponder gechipt• mit blauem Heimtierausweis
• mit tierärztlichem Gesundheitszeugnis• audiometrisch untersucht
• mit Ahnentafel DZGD/VDH/FCI• mit Kaufvertrag
• mit umfangreichem Starterpaket• durch einen Zuchtwart kontrolliert

All meine Hunde sind Familienmitglieder und so gebe ich auch ihren Nachkommen einen Teil meiner Liebe mit auf den Weg in ihr neues Zuhause.
Man kauft den Züchter zum Welpen zwar nicht dazu, aber ich würde mich sehr freuen, wenn du mich hin und wieder am Leben deines Pünktchens teilhaben lässt, ein Bild schickst, Freude und Ängste mit mir teilst und wir in freundschaftlichem Kontakt bleiben bis zu seinem letzten Atemzug und darüber hinaus.

Ein wichtiger Grundsatz meiner Züchterethik ist Transparenz, damit du weißt, was du von mir, meinen Hunden und meiner Aufzucht erwarten kannst. Wenn du mehr über meine Gedanken erfahren möchtest, was mir wichtig ist und wie ich meine Würfe plane, dann freue ich mich, dir hier einen ausführlichen Einblick in meine Zuchtphilosophie gewähren zu dürfen.